Hummeln im Kopf

Ich habe meine berufliche Laufbahn nach dem Studium als Journalistin begonnen und anschließend viele Jahre lang bei diversen Printmedien, Radiosendern und TV-Produktionsfirmen gearbeitet. Als sich nach meinem Rauswurf 2010 – ich vermute, ich war dem Unternehmen zu teuer geworden – eine Tür schloss, wollte ich sofort die nächste öffnen. Denn schon meine Oma hat gesagt (es war übrigens dieselbe, die mir eingetrichtert hat: „Straßenbahnen und Männern läuft man nicht nach!“ – Ich halte mich bis heute eisern an dieses großmütterliche Gesetz): „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Und so berichtete ich meinem Betreuer beim AMS, was ich mir für meine Zukunft vorstellte: Ich wollte meine Freizeittätigkeit zum Vollzeitberuf machen und Schriftstellerin werden!

Innerlich war ich darauf vorbereitet, dass der Mann – ein lustiger Kärntner übrigens, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird – schallend zu lachen beginnen und danach die in so einem Fall vermeintlich angebrachte Phrase „brotlose Kunst“ schulmeistern würde. Doch es kam anders und meine Tür ging genau in diesem Moment unverhofft einen Spalt breit auf. Mein Betreuer lachte nämlich nicht, und so startete ich einige Beratungsgespräche und Formalitäten später Anfang 2011 offiziell mit meiner Tätigkeit als selbstständige Autorin.

Und auch wenn es manchmal harte Kämpfe auszufechten galt und sich das bis heute nicht geändert hat (auf dieses Thema werde ich im nächsten Blog näher eingehen), habe ich meine Entscheidung nie bereut.

Als Schriftstellerin etabliert, beschloss ich im Jahr 2017, neben meinen Büchern auch noch etwas anderes machen zu wollen und sagte: „Ich möchte Theaterstücke schreiben und eine eigene Produktion auf die Beine stellen!“

Wissend, dass ich Hummeln im Kopf statt im Hintern habe und immer neue Herausforderungen suche, unterstützten mich meine Freunde beim Konkretisieren der Pläne – obwohl sie der Meinung waren, ich mutete mir zu viel zu. Doch der Gedanke hatte sich längst in meinem Hirn festgesetzt und hätte mich bestimmt bis an mein Lebensende als bohrende Erinnerung an eine womöglich verpasste Chance verfolgt, weshalb ich gar nichts anderes tun konnte als handeln. Eine weitere meiner Devisen lautete allerdings sowieso: Ich werde niemals die Dinge bereuen, die ich getan habe, aber vielleicht die, die ich nicht getan habe.

Es dauerte auch nicht lange, da stand das Konzept: Es sollte eine Art Krimidinner werden, allerdings mit eigenem USP: etwas mystischer, als das bei der Konkurrenz der Fall ist, außerdem mit einer spannenden wahren Geschichte aus der Vergangenheit inklusive der damals darin involvierten Personen. Nur das Verbrechen würde erfunden sein. Und schon kurze Zeit später wusste ich genau, was es sein sollte: ein „Mystery Dinner“ als historisches Krimitheater.

Ehe ich allerdings zu schreiben begann, sorgte ich dafür, dass mich das beste Team unterstützte, das für eine – anfängliche – Low Budget-Produktion zu haben war. Und ich fand genau die richtigen Menschen, die sich mit mir engagierten und das bis heute tun! Dazu zählen auch die Personen vom technischen Support, zum Beispiel die Firma Rudeling (www.rvx.at), die einige Videos für mich gedreht und auch diese Homepage erstellt hat.

Mittlerweile gibt es vier Stücke, das letzte handelt vom mysteriösen Grafen von Saint Germain, bei dem es sich um eine der faszinierendsten Persönlichkeiten handelt, die je gelebt hat. Er war nicht nur Alchimist, Abenteurer und Künstler, er behauptete außerdem, ewig zu leben – eine Aussage, die Briefe und Tagebucheinträge etlicher seiner Bekanntschaften über mehrere Jahrhunderte hinweg sowie verschiedenste Zeitdokumente vom 18. Jahrhundert bis heute untermauern.

Das Stück über den illustren und zugleich geheimnisvollen Grafen ist im Frühjahr und Herbst auf Burg Forchtenstein sowie im Casino Baden zu sehen und kann darüber hinaus jederzeit von Firmen für eine Feier oder auch als Teambuilding-Event gebucht werden.

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Das Selbstvertrauensglück

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Erinnerung: „Mein liebstes Spielzeug ist die Sprache“ – wie alles begann